So schnell kann er zu Ende geträumt sein, der Traum vom perfekten Ski-Urlaub. Statt zum Apres-Ski zu gehen, sitzt man im Krankenhaus und verlässt dieses vielleicht eingegipst, oder anderweitig lädiert, wieder.

Nach der Freizeitunfallstatistik ereigneten sich im Jahr 2008 rund 200.000 Sportunfälle, das entspricht 25 % aller registrierten Unfälle überhaupt. Die wohl häufigste Ursache ist der selbst verschuldete Einzelsturz, oft ist es die mangelnde Erfahrung, weil man noch nie auf Skier gestanden ist oder einfach falsche- oder ganz fehlende - Selbsteinschätzung.

Interessanterweise wird ein Großteil der Verletzungen auf die bessere Ausrüstung geschoben: in dem Maße, in dem beispielsweise das Sprunggelenk geschützt wird, müssen andere Strukturen leiden: die Verletzung wird eigentlich verlagert. Darüber hinaus sind die Einstellungen der Bindungen für den Schutz der Strukturen unterhalb des Knies optimiert.

Aber auch Verletzungen von Kopf und Wirbelsäule sind nicht selten und enden mitunter sogar tödlich. Die klassischen Skiverletzungen der vergangenen Jahre waren Kreuz- und Seitenbandrisse im Knie, beim Snowboarder hingegen waren es – oft sehr starke - Verletzungen der Arme.Das Einhalten ein paar weniger Hinweise kann die Sicherheit auf der Piste schon deutlich erhöhen, ohne dass dabei der Fahrspaß abhanden kommt. Ein spezielles Training der beim Ski fahren beanspruchten Muskelgruppen kann schon viel bewirken. Wichtig auch für Anfänger, das die Ausrüstung dem Können angepasst ist.

Aber noch viel wichtiger für ein jeden Skifahrer ist die Sicherheit, somit sollten ein (passender) Helm und mindestens Rückenprotektoren Pflicht sein. Denn selbst wenn man vorsichtig genug fährt, gibt es immer Idioten die denken sie wären die Helden und fahren wie die Wildsäue - egal wie voll die Piste ist - den Berg runter!

Es gibt leider auch genug Winterurlauber die Nachmittags auf der Hütte sitzen, ordentlich Alkohol trinken und dann denken sie wären noch in der Lage Ski zu fahren. Sie gefährden nicht nur sich ganz massiv, auch Unbeteiligte können sie mit so einem rücksichtslosen verhalten ganz ordentlich gefährde und verletzten.

Es passiert nämlich oft genug, dass ein anderer Snowboarder oder Skifahrer ungebremst in einen reinbrettern (im wahrsten Sinne des Wortes)  und schneller als man die Situation überhaupt überschauen kann hat man einen Ski oder ähnliches in den Kopf geschossen bekommen. Ohne Helm oder Rückenprotektor sieht es dann wirklich schlecht aus…
Für euch sollte außerdem klar sein: wenn ihr Apres-Ski abfeiert und vielleicht auch ein wenig mehr trinkt, als ihr Durst habt, ist die Piste absolut Tabu!

Viel Spaß auf der Piste ist garantiert, wenn man ein paar (Spiel-) Regeln einhält.