Mittlerweile verliert man den Überblick über die Masse an No Angels, Nu Pagadis, Monroses oder wie sie alle heißen. Seit Ende 2008 ist ein neuer Stern am Himmel billig und schnell produzierter Popmusik aufgegangen: Queensberry.
Das Style und die Songs, der Bandname und die Tourdaten standen schon längst fest, als die neuen Bandmitglieder noch gar nichts von ihrem Glück wussten. Gelockt von versprochenem Ruhm, Karriere und Anerkennung, strömten mehr oder weniger talentierte junge Frauen, die auch mehr oder weniger ins Konzept passten, zu den Castings in ganz Deutschland, wo eine mehr oder weniger qualifizierte Jury über ihr Schicksal richtete.
Und tatsächlich: Viele Castings und Fernsehausstrahlungen später standen die neuen Bandhaus-Bewohnerinnen fest, die dort dem speziellen Popstars
-Training unterzogen wurden und ihrem Traum vom großen Sieg ein bisschen näher schienen. Begleitet von emotionalen Hoch und Tiefs, von Zickerei und Versöhnung, war das Training nicht nur ein Üben von Gesang und Tanz, sondern auch psychischer Drill.
Nach zahlreichen Entscheidungsshows, verfrühtem Starruhm inklusive Medienhype, standen schließlich vier Engel für Queensberry fest - ohne Frage talentierte Frauen, die in der Popstars-Band ihre Chance für eine große Gesangskarriere wittern.
Wo viele Popstars, Superstars und Supertalente bereits in der Versenkung verschwunden sind, konnten sich nur wenige in der Realität behaupten, nachdem die nächste Staffel bereits folgte und das Medieninteresse sich anderen Themen zuwendete.
Wie es Queensberry ergehen wird, nachdem persönliche Differenzen und musikalische Vorlieben mehr zum Tragen kommen, sowie finanziell die Erwartungen der Produzenten erfüllt worden sind, wird die Zukunft zeigen. Zu wünschen wäre es Gabby, Leo, Vici und Anto auf jeden Fall, sich aus der Massenkompatibilität lösen und eigene Schritte im Musikbizz gehen zu können.